Zeltplatzresidenz

Seit dem Jahr 2014 vergibt eine Jury in Zusammenarbeit mit der Nordseebad Spiekeroog GmbH das Kunststipendium „Spiekerooger Zeltplatzresidenz“.
Per Ausschreibung wird für vier Wochen in der Vorsaison ein Künstler oder eine Künstlerin gesucht, die auf dem Zeltplatz wohnend, an einem temporären Kunstprojekt im öffentlichen Raum arbeiten möchten. Das Thema wird jeweils vorher von der Jury bestimmt.
Die Auslobung richtet sich an Installations-, Land Art-, Performance, sowie Video- und Fotokünstlerinnen.


2018

Thema: Paradies

Künstlerin: Josefine Rose Habermehl

 

Josefine Rose Habermehl befragte Inselbewohner*innen, Stammgäste und Touristen nach Plätzen auf der Insel Spiekeroog, die sie berührten und die sie als ihr Paradies bezeichnen würden.

Mit einem Aufnahmegerät im Gepäck ließ sie sich die Orte zeigen, stellte ein paar Fragen zum Thema Paradies und Sünde und zeichnete die Gespräche auf. 
Entstanden sind zehn kurze Hörstücke, welche nicht nur den Paradiesbegriff diskutieren, sondern auch die auf der Insel lebenden Menschen auf eine neue Art nahbar machten.

An jedem der paradiesischen Orte wurden mit QR-Codes versehene weiße Äpfe platziert. Beim scannen mit dem Smartphone war das entsprechende Hörstück auf zu rufen und hörenbar.

Wer wollte, konnte sich so entlang der sogenannten "Paradise Map" auf einen Inselrundgang der anderen Art begeben.

 

Da die Spiekerooger Zeltplatzresidenz als temporäres Kubstprojekt gedacht ist, sind mittlerweile alle Äpfel wieder abgebaut.

Bis auf einen............


2017

Thema: Willkommenskultur

Künstlerin: Vera Nowottny

 

Angewandt am Leben des spiekerooger Inseldorfes, war es ihre Intention mittels  Fotografie die Beschilderung auf Spiekeroog für anderssprachige Menschen leichter verständlich zu machen.

Basierend auf diesem Gedanken wurde dieses Vorhaben dann noch um die Idee ergänzt, die Bilder zu personifizieren und jene Menschen in die fotografische Umsetzung zu integrieren, welche hinter den Schildern stecken und sich für deren Einhaltung engagieren.

So kam es, dass viele der auf Spiekeroog vorhandenen Gebotsschilder Gesellschaft von Nowottnys Fotos mit den dazu inhaltlich passenden Personen bekamen.

"moin" nannte sie ihr Projekt.

 

Mehr über Vera Nowottny

www.fotografie-nowottny.de


2016


Thema: Reizklima


Künstler: Marcus Große,

 

Marcus Große bearbeitete das Thema auf vielfältige Art und Weise. Hauptaktion war die Einrichtung einer Sandentnahmestelle am spiekerooger Hauptstrand, um auf den weltweit bestehenden Bedarf an Sand und den daraus resultierenden ökologischen Folgen hin zu weisen.
 Zu seinem Abschied klebte er dem Zeltplatzkiosk noch eine Botschaft an die Außenwand…


 


…welche aber nicht unverändert bestehen bleiben sollte……

 

Mehr zu Marcus Große:

http://spiekeroopia.tumblr.com/

http://trans-crystal.com/



2015


Thema: Ich sehe was, was Du nicht siehst.

Künstler: Max Santo,

 

Max Santo sammelt während seines Aufenthaltes am Strand angeschwemmten Plastikmüll und fertigte daraus Flaggen an.
 Diese wurden an einem Tag gegen Ende des Projektes im Dorf und am Zeltplatz an ausgewählten Flaggenmasten gehisst.

 

Mehr zu Max Santo:

http://www.maxsanto.de



2014

Thema: Wohnraum

Künstler: Sebastian Dannenberg 

 

Sebastian Dannenberg erstellte im Laufe der vier Wochen einen Pavillon am Strand. Dieses „Beach House“ sollte zum Verweilen, Träumen und  in Gebrauch nehmen einladen und wurde in der Tat ein beliebtes Ausflugsziel.
 Aufgrund der Hochwassersicherung musste es aber Ende der Saison wieder abgebaut werden.

 

Mehr zu Sebastian Dannenberg:

http://sebastiandannenberg.com/

Im Herbst 2014 zog der Performance Künstler und Zelter Jan Philip Scheibe mit einer mobilen Straßenlaterne vom Zeltplatz aus über die Insel.

 

Mehr zu Jan Philip Scheibe:

www.jan-philip-scheibe.de